Interview Konstantin Schwärzler

Das Le Loft liegt in luftigen Höhen (auch was Qualität betrifft!) und es hat einen neuen Head-Somm. Lest mal rein, was Konstantin Schwärzler zu erzählen hat!

1) Konstantin, wie war dein Werdegang, wie bist du zum Wein gekommen?

Mein Weg beginnt bei mir daheim, in Vorarlberg. Ich habe dort die Hotelfachschule absolviert und anschließend die Chance bekommen, im renommierten Restaurant Guth zu arbeiten. Von dort aus ging es direkt an den Arlberg in die Krone von Lech und später ins Hotel Austria in Lech. Das war für mich eine sehr lehrreiche Zeit, die den Grundstein dafür gelegt hat, in der Gastronomie meine Berufung zu finden. Ich habe dann in Lech meine Freundin kennengelernt und mich der Liebe wegen dazu entschlossen, nach Wien zu ziehen und in der großen Stadt auch meine berufliche Laufbahn fortzusetzen. Angekommen in Wien wurde mir die Ehre zuteil, im Sofitel gleich mit Steve Breitzke und Matthias Pitra zusammen zu arbeiten. Da ich als gebürtiger Vorarlberger Käse liebe, begann ich erst mit dem Diplom-Käse-Sommelier und legte dank meines Wissensdursts auch gleich den Wein-Sommelier nach.

2) Du trittst im Sofitel in die Fußstapfen von Steve. Ehrfurcht oder spannende Herausforderung?

Zugegeben: Die Fußstapfen sind groß, aber Steve ist ja auch 1,90 m. 😉 Selbstverständlich ist das eine spannende Herausforderung aber genau das suche ich auch momentan. An Herausforderungen wächst man. Ich habe viel von Steve gelernt und freue mich nun über die neue Aufgabe und darauf, mich selbst weiterzuentwickeln.

3) Was gefällt dir an der Arbeit im Sofitel?

An meiner Arbeit gefällt mir am meisten zu sehen, wenn der Gast glücklich das Restaurant verlässt. Das ist der Grund, warum ich in der Gastronomie bin.

4) Inwiefern wird die Weinkarte deine persönliche Handschrift tragen, welche Weine taugen dir besonders?

Ich bin ein Fan von Weinen, die von kleineren Weingütern gekeltert werden. Mir gefällt das, wenn man die Energie schmeckt, welche zur Erstellung des Weines vonnöten ist. Ich werde mein Augenmerk des Weiteren auf die Region Jura legen, da mir diese Weine einfach sehr gut schmecken und ich die Gegend sehr schön finde. Aber auch in Österreich gibt es sehr spannende kleinere Winzer und auch diese werde ich in meiner Karte sicher führen. Ein Tipp meinerseits ist diesbezüglich der Furmint 2015 von Hannes Schuster.

5) Wie siehst du die „Trends“ zu Naturweinen? Welche Erfahrungen hast du da persönlich gemacht?

Meiner Erfahrung nach sind unsere Gäste immer offen, etwas Neues auszuprobieren. Gerade beim Wein sind ja die Gäste normalerweise immer etwas vorsichtiger und bestellen eher das, was sie schon kennen. Ich finde das immer sehr spannend, wenn man Gästen etwas Neues zeigen kann und sieht, dass sie glücklich sind, weil es einfach schmeckt.

6) Was trinkst du privat am liebsten?

Ich trinke gerne ein Glas Richard Leroy les Noels de Montebenault 2014 oder ein Glas Vin Jaune zu einem gut gereiften Comté oder einen Queso de Valdeón mit einem Boal Madeira – sollte es etwas Süßes sein.

7) Wirst du Steve im „MAST“ besuchen und schauen, was er so treibt?

Definitiv werde ich im „MAST“ zu Gast sein und schauen, was die Jungs auf die Beine gestellt haben. Ich bin sicher, dass es dort sehr viel zu trinken und zu lachen gibt. Bei zwei Sommeliers, die Spaß an ihrer Arbeit und einen Sinn für gute Tropfen haben, ist das schon mal gesichert.