Gut zu zweit

Besser als ein Winzer oder Winzerin ist natürlich ein Paar der beiden. Und ja, wunderbare Weine sind eine logische Konsequenz, zumindest bei Else und Peter.

Gut zu zweit

Irgendwie haben wir ein Faible für das Weinviertel. Das liegt wohl daran, dass wir nicht nur nachhaltig produzierte Weine und die dazugehörige Philosophie schätzen, sondern auch an der Tatsache, dass die Weinviertler besonders bodenständige, gastfreundliche und unkomplizierte Leute sind. Um das praktischerweise zu vereinfachen. Ein Paradebeispiel für unsere Zuneigung sind Else Zuschmann und Peter Schöfmann.

Zugegeben, die Namen und vor allem die Kombination der beiden rollen nicht einfach über die Zunge, aber das ist ja im Grunde wurst. Else und Peter leben und arbeiten im beschaulichen Martinsdorf, bissl nordöstlich von Wien. Beschaulich heißt aber auch, dass man sich fernab des Großstadtlärms auf seine Winzerarbeit konzentrieren kann und sich dabei auch für das Wohl und Ansehen der gesamten Region engagieren kann – wenn man es will. Else und Peter wollen und unterstützen beispielsweise die Bewegung Slow Food. Daneben sind sie aber auch gastronomisch tätig (Top-Heuriger) und bieten wunderschöne Zimmer zum Nächtigen an. Herz, was willst du mehr?

Guten Wein will ich. Es wird euch jetzt kaum überraschen, dass Else und Peter viel Grünen Veltliner machen, wir sind ja im Weinviertel. Aber Grüner Veltliner ist nicht gleich Grüner Veltliner und obwohl wir niemandem auf die Füße steigen wollen, gibt es doch eine ganze Menge Austauschbares und Beliebiges von dieser österreichischen Paradesorte. Trotz des DAC-Status. Akribische Arbeit, Leidenschaft und naturschonende Bewirtschaftung wirken sich eben auf den Geschmack und die Qualität aus, believe it or not. Für uns ist ein guter Veltliner einer, der nicht nach Eiszuckerl riecht, nicht mit Obstsalaten herumwedelt, sondern einer, der feine Würze, die passende Säure (= Frische und Zug) und nicht eben 14 % Alkohol in die Wagschale wirft. Reserve hin oder her, wir wollen das trinken! Und sogar mehr als ein Glas! Die Zuschmann-Schöfmanns können das, wunderbar nachzuschmecken etwa bei ihrem DAC oder dem GV Muschelkalk.

Ebenso herumgesprochen gehört auch das Faktum, dass auch feine Rotweine ans Licht der Welt kommen im Weinviertel. Diese sind vielleicht eine Spur kühler als in wärmeren Gefilden, aber genau das trifft den Zeitgeist und dessen Lust auf ausgewogene, frucht-charmante Weine, die trotzdem oder gerade deshalb schönes Tannin und Trinklaune beherzigen. Der Zweigelt Klassik unseres Pärchens ist so ein Fall oder die wunderbar stoffigen Pinot Noir Reserven. Eh klar, dass Pinot kühle Gegenden liebt. Und fähige Winzerhände.

Was soll man da noch sagen? Nix mehr. Gönnt Euch einfach ein Flascherl von diesem unaussprechlich guten Winzergespann!