(Bio)Dynamisches Südtirol – Tröpfltalhof

Ums kurz zu machen: Knödel mit Bergkäse zum Mittagesssen, dazu ein Glas Rosé. Hühner, Schafe, ein Weingarten vor der Haustüre, überall Wiesenblumen, ein Gemüsefeld für die Familie, Ferienwohnungen für die Gäste. Benvenuto am Tröpfltalhof!

Beim Spazieren durch die Weingärten merkt man mehr und mehr, dass Andreas sein Handwerk liebt. Egal ob Tier, Gemüse oder der Wein – die Leidenschaft brennt ihn ihm! Und man spürt die tiefe Verbundenheit zur Natur, zum Ganzheitlichen, zur Biodynamie. Letztere lebt er auch auf seinem Hof.

Wir flanieren durch den ca. 1 ha großen Weingarten, direkt neben dem Wohnaus – Luxus pur. Andreas’ Blick schweift dabei immer wieder über die Reben, ab und an reißt er ein Blatt ab. Ein paar sind mit einem Pilz befallen, aber „das mocht nix“, meint Andreas. „Bissl an Pilz vertragens schon, die Nützling’ regeln das“. Er weiß, dass es Balance braucht, dass auch das Spiel der Natur Gut und Böse braucht, um zu funktionieren. Hauptsache, die Guten – also die Trauben – gewinnen am Schluss.

Aber es gibt noch mehr zu sehen, 1 ha ist natürlich nicht alles. Durch die engen Gassen von Kaltern geht‘s mit dem Auto zu den anderen Gärten. Und als wir aussteigen frisst uns der Neid. So einen Arbeitsplatz kann man sich nur wünschen: Wein, wohin das Auge reicht, zwischen den Reihen die buntesten Wiesenblumen, Bienen schwirren herum, und wenn man aufschaut – der See! Einfach herrlich.

Wir spazieren weiter und je näher Andreas seine Philosophie erklärt, desto mehr versteht man, wie alles um ihn herum funktionieren – er bereitet der Natur ihren Rahmen, den Rest macht sie selbst. Und die Trauben, die er schlussendlich mit seiner Familie (ja, es ist echtes Familybusiness) erntet, verarbeitet er ohne weitere Eingriffe zu Wein. Und der bekommt Zeit, viel Zeit.

7 Monate auf der Maische, 14 Monate auf der Feinhefe, 7 Monate in der Flasche – fertig!

Im Weinkeller stehen vor allem Tonamphoren, auf die schwört man am Tröpfeltalhof. Wobei: ein paar Bariques auch zu sehen sind, mancher Wein fühlt sich darin einfach wohler. Am wichtigsten sind uns hier unten aber die Fassproben (nomnomnom) – eh klar! Und die sind vielversprechend, die Vorfreude ist groß. Aber bis es soweit ist (ihr wisst ja, 7-14-7 ist eine lange Zeit), haben wir die aktuellen Weine schon mit nach Wien genommen.

Ganz besonders der Viognier, der ja im Grunde in Südtirol gar nicht heimisch ist, den Andreas aber trotzdem gepflanzt hat, hats uns angetan. #theperfectmatch könnte man sagen! Nicht nur der Wein, der ganze Tröpfeltalhof passt perfekt zu uns. Was meint ihr?